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Darum Europa! – Gemeinsames Erinnern für die Zukunft

 

Am 22.11.2017 begegneten sich je 14 deutsche und niederländische Jugendliche der Hohe-Giethorst-Schule und deren niederländischen Partnerschule, dem Metzo-College, auf der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Zweiten Weltkrieges beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung von Frieden und Völkerverständigung in einem vereinten Europa.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 nahmen in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Ysselsteyn an einem Tagesseminar teil. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs anhand der Schicksale einzelner Kriegstoter, die in Ysselsteyn ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ziel war es, den Wert von Frieden zu vermitteln. Möglich wurde der Projekttag durch die finanzielle Unterstützung des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Euregio sowie der Stiftung Gedenken und Frieden. Er ist Teil der Bildungspartnerschaft zwischen der Hohe-Giethorst-Schule und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

 

Zu Beginn setzten sich die Schülerinnen und Schüler in gemischtnationalen Kleingruppen mit vier Lebensläufen auseinander, die durch den Krieg ein vorzeitiges Ende fanden. Darunter waren Georg Quass und Harry Herrmann. Ersterer fiel mit 40 Jahren und könnte altersmäßig der Vater der Jugendlichen gewesen sein, Letzterer war mit 17 Jahren kaum älter als die Schülerinnen und Schüler. Anhand verschiedener Quellen und ergänzender Informationen zu den Einzelschicksalen wurden die Schrecken und das Leid des Krieges für die Jugendlichen greifbar.

 

Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung über die Kriegsgräberstätte, in deren Rahmen die Jugendlichen die Gräber der vier Kriegstoten aufsuchten und deren Schicksale vorstellten. Angesichts der Masse an Kriegsgräbern wurde ihnen klar, was Krieg bedeutet, und dass dieser nicht nur Soldaten betrifft, sondern auch Zivilisten und Bomben selbst kleine Kinder nicht schonen.

 

Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die leider nicht persönlich kommen konnte, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung von Projekten dieser Art für den europäischen Gedanken in Gegenwart und Zukunft hervor. Besuch bekam die Gruppe von Frank Eßing, der den Bocholter Bürgermeister vertrat. Er zeigte sich sehr beeindruckt von den Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Auch er hob die Wichtigkeit solcher Projekte hervor. Nicht minder beeindruckt von den Ergebnissen waren die begleitenden Lehrkräfte Juliane Krolle und Mehmet Turan, die mit dieser Schülergruppe aktiv am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Hohe-Giethorst-Schule arbeiten.

 

Am Ende des Projekttages zeigten sich die Jugendlichen betroffen über das Leid, das Kriege verursachen und stellten heraus, wie wichtig es ist, den Frieden zu erhalten.

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